Krankenkassenvergleich Schweiz 2023 - Alle Krankenkassen vergleichen

Krankenkasse Vergleich 2023 Schweiz

Ende September 2022 wurden durch das BAG offiziell die neuen Krankenkassenprämien 2023 bekannt gegeben. Die Erhöhung fällt dieses Jahr happig aus, die Prämien steigen im Durchschnitt um 6.6 Prozent! Machen Sie den Prämienvergleich und errechnen Sie Ihr Sparpotential durch Optimierung von Modell und Franchise!

Der Krankenkassenvergleich 2023 ist kostenlos und unverbindlich. Bis die neuen Prämien vom BAG genehmigt werden, wird mit den Prämien 2022 gerechnet.

Krankenkassenprämien 2023 vergleichen lohnt sich

Verschiedene Medien kündigen es seit längerem an: Für 2023 droht uns Schweizerinnen und Schweizern ein veritabler Prämienschock. Je nach Wohnkanton sollen die Prämienerhöhungen zwischen 5 und 10 Prozent betragen.

Im Krankenversicherungsgesetz KVG wir festgelegt, dass in der Grundversicherung sämtlicher Krankenkassen der Schweiz dieselben Leistungen enthalten sein müssen. Die Krankenversicherer dürfen auch keine Zusatzleistungen in die Grundversicherung aufnehmen. Bei einem Krankenkassenvergleich wird folglich immer derselbe Leistungsumfang verglichen.

Die Kosten für die Grundversicherung sind in der Schweiz relativ hoch. Gerade bei Familien können die Krankenkassenprämien einen beträchtlichen Anteil des Monatsbudgets ausmachen. Unabhängige Krankenkassenvergleiche sind deshalb äusserst populär, um die beste Krankenkasse zu finden. Neben uns gibt es auch noch andere Anbieter, wie z.B. bonus.ch oder das Vergleichsportal Comparis. Auch der Bund selbst betreibt einen unabhängigen Prämienrechner.

Krankenkassen vergleichen für 2023 erst ab November möglich

Jede Krankenkasse muss die Prämien für das Folgejahr beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) zur Genehmigung einreichen. Sobald alle Krankenkassenprämien durch den Bund genehmigt wurden, werden die Prämien offiziell bekannt gegeben. Normalerweise geschieht dies in den letzten Tagen des Monats September.

Die Krankenversicherer sind verpflichtet, alle Ihre Kunden bis Ende Oktober über die neuen Prämien für das Folgejahr zu informieren. Bis Ende Jahr haben die Versicherten dann Zeit, den Krankenkassenwechsel zu vollziehen. Aber Achtung: Die Kündigung muss bis spätestens Ende November bei der alten Krankenversicherung eingetroffen sein!

Ein Prämienvergleich für das Folgejahr ist also immer erst dann möglich, wenn die neuen Krankenkassenprämien offiziell bekannt gegeben wurden. Bis dahin werden Sie immer die Prämien des laufenden Jahres vergleichen, was natürlich wenig sinnvoll ist. Bei unserem Prämienrechner ist deshalb immer angegeben, mit welchen Prämien der Vergleich erstellt wird.

Krankenkasse Vergleich CH - Die Wahl der richtigen Franchise

Unser Prämienrechner lässt Sie nicht nur sämtliche Krankenkassen vergleichen. Er bietet Ihnen auch die Möglichkeit, Ihre Krankenkassenprämie durch die Höhe der gewählten Franchise selber zu beeinflussen. In diesem Abschnitt wollen wir etwas näher darauf eingehen, wie Franchise und Selbstbehalt funktionieren und welchen Einfluss sie auf die Versicherungsprämie haben.

Die Selbstbeteiligung der Versicherten

In der Grundversicherung ist bei allen Krankenkassen immer eine Selbstbeteiligung des Versicherten vorgesehen. Auch dies ist im KVG geregelt, alle Kassen müssen sich also daranhalten und dieselben Beträge verwenden. Die Selbstbeteiligung besteht zum aus der Franchise, zum anderen aus dem Selbstbehalt. Bei der Franchise haben Sie individuellen Spielraum, der Selbstbehalt ist aber immer derselbe.

Die Franchise

Die ordentliche Franchise beträgt in der Schweiz 300 Franken. Die bedeutet, dass die Versicherten jährlich einen Betrag von maximal 300 Franken selber bezahlen müssen, wenn Sie Leistungen in Anspruch nehmen, welche durch die Grundversicherung abgedeckt werden. Erst wenn die jährlichen Gesundheitskosten die Franchise übersteigen, werden diese von der Krankenkasse übernommen. Dies gilt für alle Erwachsenen, unabhängig von Ihrem Alter. Kinder und Jugendliche hingegen sind von der Franchise befreit.

Wer bereit ist, die Franchise freiwillig zu erhöhen, kann damit die Höhe der monatlichen Prämie deutlich senken. Zur Auswahl stehen Franchisen von 500, 1000, 1500, 2000 oder 2500 Franken. Je höher die gewählte Franchise, umso tiefer die Krankenkassenprämie. Wieviel dies ausmacht, können Sie mit unserem Prämienrechner selber überprüfen, indem Sie die Höhe der Franchise verändern.

Eine hohe Franchise zu wählen, kann sich insbesondere für junge, gesunde Erwachsene lohnen. Bei diesen liegen die zu erwartenden Gesundheitskosten deutlich tiefer als beim älteren Teil der Bevölkerung. Falls dann aber mal etwas Unvorhergesehenes passiert, müssen die Kosten bis zur Höhe der gewählten Franchise selber getragen werden.

Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass meist nur die höchste oder die tiefste Franchise wirklich Sinn machen, also 300 oder 2500 Franken. Wenn Sie hohe Gesundheitskosten erwarten, wählen Sie die tiefste Franchise. Wenn Sie kaum gesundheitliche Beschwerden haben und auch sonst risikoarm leben, lohnt sich wahrscheinlich die höchste Franchise für Sie. Denken Sie auch daran, dass Unfälle häufig über die Unfallversicherung (in den meisten Fällen die SUVA) abgedeckt werden, und für die Wahl der Selbstbeteiligung nicht berücksichtigt werden müssen!

Der Selbstbehalt

Wenn die Gesundheitskosten die gewählte Franchise übersteigen, übernimmt die Krankenkasse trotzdem nur 90% der Folgekosten. 10% müssen weiterhin vom Versicherten selbst getragen werden. Dieser Betrag ist allerdings nach oben limitiert. Für Erwachsene liegt der maximale Selbstbehalt bei 700 Franken, für Kinder und Jugendliche 350 Franken.

Der Selbstbehalt hat im Gegensatz zur Franchise beim Krankenkassenvergleich keinen Einfluss auf die Höhe der Prämie und wird deshalb im Prämienrechner auch nicht abgebildet.

Beim Krankenkassenvergleich auch wichtig - Das gewählte Modell

Wenn Sie mit unserem Rechner Krankenkassen vergleichen, können zwischen vier verschiedenen Modellen wählen. Damit Sie wissen, welches Modell das richtige für Sie ist, möchten wir Ihnen diese hier kurz erläutern.

Traditionell - Das Standardmodell

Im traditionellen Standardmodell ist freie Arztwahl vorgesehen. Das heisst, Sie entscheiden selber, welchen Arzt Sie aufsuchen möchten, wenn Sie gesundheitliche Probleme haben. Diese Flexibilität hat allerdings Ihren Preis. Im traditionellen Modell haben Sie deutlich die höchste Krankenkassenprämie, Prämienrabatte sind in diesem Modell keine vorgesehen.

Das Hausarzt-Modell

Wie der Name schon vermuten lässt, ist beim Hausarzt-Modell der Hausarzt immer Ihre erste Anlaufstelle. Dieser entscheidet dann, wie und wo Sie behandelt werden, wenn er selber nicht weiterhelfen kann. Mit diesem Modell erhalten Sie im Normalfall etwa 20% Rabatt gegenüber dem traditionellen Modell.

Wenn Sie dieses Modell wählen, muss Ihnen einfach bewusst sein, dass Sie damit gegenüber der Krankenkasse eine Verpflichtung eingehen. Wenn Sie sich direkt bei einem Spezialisten (z.B. einem Augen- oder Hautarzt) anmelden, ohne vorher beim Hausarzt gewesen zu sein, werden Sie beim Abrechnen mit der Krankenkasse Probleme bekommen! Dies gilt auch, wenn für Sie bereits im Voraus klar ist, dass Ihnen der Hausarzt nicht weiterhelfen kann.

Das Telmed-Modell

Das Telmed-Modell sieht vor, dass Ihre erste Anlaufstelle immer eine telefonische fachmedizinische Beratung ist. Diese koordiniert dann Ihrem gesundheitlichen Problem entsprechend den witeren Verlauf der Behandlung und teilt Ihnen mit, welchen Arzt Sie aufzusuchen haben.

Für das Telmed-Modell können Sie ebenfalls mit etwa 20% Rabatt gegenüber dem traditionellen Modell rechnen. Der grosse Vorteil von Telmed gegenüber dem Hausarzt-Modell ist, dass unnötige Besuch beim Hausarzt verhindert werden, wenn bereits im Voraus klar ist, dass für Ihre Behandlung ein Fachspezialist notwendig sein wird.

Das HMO-Modell

Im HMO-Modell sind im Vergleich zum traditionellen Modell Einsparungen bis zu 25% möglich. Dies ist allerdings stark vom Wohnort abhängig. Gerade in ländlichen Gegenden sind die Prämien für das HMO-Modell etwas höher als die des Hausarzt- und des Telmed-Modells.

Im HMO-Modell wenden Sie sich im akuten Fall an ein Gesundheitszentrum, welches einem Facharztnetzwerk angehört und mit verschiedenen Fachärzten zusammenarbeitet. Meistens wird Ihnen ein Arzt zugeteilt, welcher immer Ihre erste Anlaufstelle ist und dann dies weitergehende Behandlung koordiniert.

Beim Prämienvergleich bieten nicht alle Krankenkassen alle Modelle an

Wenn Sie mit unserem Prämienrechner die Krankenkassen vergleichen, werden Sie feststellen, dass nicht alle Krankenkassen alle oben erwähnten Modelle anbieten. Die Kassen sind gesetzlich nicht dazu verpflichtet, alle Modelle abzudecken.

Abhängig vom gewählten Modell kann es deshalb sein, dass in Ihrem Krankenkassenvergleich nicht die Prämien von sämtlichen Kassen enthalten sind.

Krankenkassenvergleich 2023 für Ihren Wohnkanton

Möchten Sie wissen, wie sich die Krankenkassenprämien 2023 in Ihrem Wohnkanton entwickeln werden? Wählen Sie einfach Ihren Kanton aus und machen Sie einen Krankenkassenvergleich:

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